Was hinter den Begriffen „Digitale Transformation“ und „Big Data“ steckt und wie Sie Ihr Geschäft effizienter machen können.

Digitale Transformation

Mit „Digital Transformation“ werden neuartige Informationstechnologien zusammengefasst, welche helfen Geschäftsprozesse zu automatisieren oder auch neue Geschäftsmodelle zu implementieren.

Solche Technologien sind:

Obwohl die meisten dieser Technologien noch in der Entwicklung sind, sollten auch KMU sich damit beschäftigen. Vordringlich, um die Möglichkeiten und Auswirkungen dieser Technologien zu verstehen und dann zu entscheiden, was Sie damit tun.

Tipps

Digitale Transformation - Workflow

Um Ihre Mittel möglichst zielgerichtet einzusetzen, gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Finden Sie Verbesserungspotentiale und Chancen für Ihr Unternehmen: hierbei hilft die SWOT Analyse
  2. Definieren Sie Maßnahmen in einem Umsetzungsplan und priorisieren Sie diese, ohne die Organisation zu überfordern (Agiles Projektmanagement, wie viele Projekte verträgt ein Unternehmen?)
  3. Jede Maßnahme als Projekt umsetzen (IT-Implementierung Step-by-Step)

Verbesserungspotentiale und Chancen für Ihr Unternehmen finden Sie am besten so:

  • Mit einer Geschäftsprozessanalyse werden die bestehenden Abläufe dokumentiert und Potenziale zur Verbesserung und Automatisierung erkennbar.
    • Diese Analyse sollte von einer Person erfolgen, welche im Tagesgeschäft nichts mit den zu analysierenden Prozessen zu tun hat. Damit erreichen Sie eine objektive Analyse.
    • Die Durchführung der Analyse durch einen externen Berater hilft die Sicht von außen einzubringen
  • Ihre Mitarbeiter kennen die Schwachstellen in der Organisation und haben oft gute Ideen, wie man etwas besser machen könnte.
    • Um die Verbesserungsvorschläge von den Mitarbeitern zu erfahren, implementieren Sie ein Vorschlagswesen mit Prämien für die besten Vorschläge. Das motiviert die Mitarbeiter sich aktiv einzubringen.
    • Machen Sie einen Workshop mit den Mitarbeitern, wobei Sie ggf. mithilfe von Kreativitätsmethoden (z.B. Design Thinking) Verbesserungspotentiale aufspüren sowie Chancen und Lösungen finden.

In Österreich gibt es auch Förderungen für KMU für Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten:

Big Data

Big Data Elemente

Algorithmen: Data Science

Data Science beschäftigt sich mit Algorithmen zur Datenauswertung und bildet somit das Knowhow für „Big Data“.

Solche Algorithmen helfen z.B:

  • ähnliche Daten zusammenzufassen
  • die wichtigsten Merkmale in Daten zu finden
  • Assoziationen zwischen Datensätzen zu finden

Die Data Science Spezialität ist Data Mining: ohne konkrete Vorgabe von Auswertungsparametern werden Aussagen zu Daten gesucht. Dabei helfen iterative Algorithmen wie z.B. neuronale Netze. Warum ein neuronales Netz zu einem bestimmten Ergebnis gekommen ist, ist allerdings für Menschen nicht nachvollziehbar.

Das Buch „Data Science – Was ist das eigentlich?“ bietet einen guten Einblick in diese Algorithmen.

Um eine „gewünschte Erkenntnis“ zu bekommen, sind typischerweise mehrere Versuche mit verschiedenen Methoden, Verifikationen der Ergebnisse und Nachjustierungen mit vielversprechenden Methoden notwendig. Ein Data Scientist agiert für eine Big Data Analyse also nach dem Trail-and-Error-Prinzip.

Tools: Big Data Analytics Software

Mit Hilfe von Big Data Analytics Software können Sie Daten analysieren, wofür Data Science Knowhow in der Regel Voraussetzung ist.

Es gibt eine ganze Reihe von Open Source und auch kommerziellen Produkten dazu.

Big Data Applikationen

Für die meisten KMU bringen erst konkrete Big Data Anwendungen einen praktischen Nutzen, z.B.:

  • Personalisiertes Marketing, z.B. „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“
  • Erkennen von Anomalien, z.B. Betrugserkennung durch Auswertung von Buchungsdaten
  • Pro-aktives Service-Management, z.B. durch Auswertung von Sensorinformationen
  • Kategorisierung von nicht-diskreten Informationen, z.B. Personenerkennung anhand von Bildern
  • Trend-Vorhersagen, z.B. Nachfragevorhersage in Kombination mit dem Wetter
  • Chat-Bot, z.B. Automat für einfache Anfragen im Kundenservice

Cloud und Mobile Applications

Die Erwartung an eine moderne Applikation ist, dass diese möglichst jederzeit und auf jedem Endgerät nutzbar ist.

Der Stand der Technik ist:

  • Mobilgeräte (Smartphone, Tablet): Optimierte Applikationen (Apps) für Android und iOS/ipadOS
  • PC: Web-Application, welche mit dem Browser genutzt werden kann und keine Installation am PC voraussetzt

Um die Applikation von überall einfach erreichbar zu machen, muss diese als Cloud-Application ausgelegt sein. Meist ist damit die Installation in der Public-Cloud (Internet) gemeint. Es gibt alternativ die Möglichkeit einer Private-Cloud, welche nur für einen eingeschränkten Benutzerkreis (z.B. Mitarbeiter) erreichbar ist.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .